Tinnitus
Pfeifen, Rauschen, Surren ... etwa vier Millionen Erwachsene in Deutschland hören solch ein Geräusch, das andere nicht wahrnehmen können. Wenn körpereigene physikalische Schallquellen als Ursache ausgeschlossen sind, spricht man vom subjektiven Tinnitus. Das Phantomgeräusch wird besonders in stiller Umgebung als laut und störend empfunden. Es kann zu einer fast unerträglichen psychischen Belastung werden, begleitet von Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen, Depressionen oder gar Angstzuständen.
Tinnitus ist so individuell wie der Mensch selbst: Jeder Betroffene hat seinen ganz eigenen Tinnituston. Er kann tief- oder hochfrequent sein, seine Lautstärke kann mit der Zeit variieren. Er ist auf einem oder beiden Ohren zu hören oder wird im Kopf lokalisiert. Oftmals können sich Betroffene gar nicht an den Beginn ihres Tinnitus erinnern. Häufig wird er erstmalig in Stresssituationen bemerkt. Er kann als Begleiterscheinung verschiedener Krankheitsbilder wie auch als Nebenwirkung einiger Medikamente auftreten. Häufig kommt der Tinnitus zusammen mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Hörschaden vor, etwa nach einem Hörsturz oder Knalltrauma.
Bisher hat sich die Forschung vor allem auf das Innenohr und den Hörnerv als möglichen Entstehungsort von Tinnitus konzentriert. Durch Verfahren, mit denen man die Gehirnaktivität beim Menschen sichtbar machen kann, ist inzwischen nachgewiesen, dass die Tinnituswahrnehmung mit einer gesteigerten synchronen Aktivität von Nervenzellen im Hörzentrum der Großhirnrinde, dem sog. auditorischen Kortex, einhergeht. Genau hier setzt die akustische CR®-Neuromodulation an.
Aktualisiert ( Freitag, 07. Mai 2010 )


