Hier finden Sie eine Auflistung der am häufigsten gestellten Fragen. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben oder aber weiterführende Informationen wünschen, wenden Sie sich gerne an uns: info@anm-medical.com oder telefonisch unter +49 (0)221-454 6333.
 |
Ist die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation für mich geeignet?
Ob die Behandlung Ihres Tinnitus mit der akustischen CR®-Neuromodulation für Sie in Frage kommt, kann letztlich nur Ihr HNO-Facharzt abschließend beurteilen.
Aus den klinischen Studiendaten ist bekannt, dass sich die akustische CR®-Neuromodulation sehr gut für Patienten mit einem subjektiven, chronischen, tonalen Tinnitus mit einer Frequenz zwischen 200 Hz und 10.000 Hz eignet (tonal = Pfeif-, Piep- oder Summgeräusch). Kriterien für den Behandlungsausschluss in der klinischen Studie waren Morbus Menière, akustische Halluzinationen, symptomatische Hörstörungen, Gehirnstammerkrankungen, das Vorliegen psychiatrischer Erkrankungen sowie unzureichend behandelte, schwere internistisch-onkologische Grunderkrankungen. Ausgeschlossen waren ferner Patienten mit einem objektiven Tinnitus, einem Tinnitus, der auf Kiefergelenkerkrankung zurückzuführen ist, und Patienten, die aufgrund einer starken Schwerhörigkeit nicht in der Lage waren, alle Stimulationstöne wahrzunehmen. |
 |
Kann ich mit der Therapie beginnen, wenn ich schwerhörig bin oder ein Hörgerät trage?
Sie sollten nicht mit der Therapie beginnen, wenn Sie nicht das vollständige Therapiesignal, also alle Therapietöne in ihrer Gesamtheit, hören können. Ob Ihre Hörfähigkeit ausreichend ist, um die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation zu beginnen, kann Ihr HNO-Facharzt feststellen. Er orientiert sich an Ihrem Audiogramm und kann verschiedene Hörtest durchführen. |
 |
Kann ich mit der Therapie beginnen, wenn ich mehrere verschiedene Tinnitustöne höre?
Im Prinzip ja. Wichtig ist, dass Sie mit Hilfe Ihres HNO-Facharztes in der Lage sind, diese Töne klar zu unterscheiden und in ihrer Frequenz zu bestimmen (kein breitbandiges Rauschen). Zunächst wird dann der dominante Ton behandelt, d. h. der lauteste und/oder unangenehmste Ton. Die anderen Töne werden nachfolgend angegangen und therapiert. |
 |
Wie finde ich einen HNO-Facharzt in meiner Nähe, der die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation anbietet?
Auf der ANM-Startseite finden Sie rechts unter „Liste der Therapieanbieter“ eine aktuelle Übersicht der HNO-Praxen, die die akustische CR ®-Neuromodulationstherapie anbieten. Im Interesse des Wohlergehens der Patienten und der Qualitätsverpflichtung der behandelnden Ärzte bitten wir um Verständnis, dass die Therapie mit der akustischen CR ®-Neuromodulation nur in speziell dafür ausgebildeten und ausgestatteten HNO-Schwerpunktpraxen angeboten wird. |
 |
Was muss ich als Patiente bei der Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation beachten?
Wichtig ist zunächst mit Ihrem HNO-Facharzt sorgsam abzuklären, ob die Therapie für Sie in Frage kommt und ob gewisse Kriterien wie eine starke Schwerhörigkeit oder ein nicht-tonaler Tinnitus sollten ausgeschlossen werden können (siehe hierzu auch „ Ist die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation für mich geeignet?“).
Unverzichtbar für den therapeutischen Erfolg und entscheidend für die gute Verträglichkeit der Anwendung ist die exakte Einstellung des Neurostimulators auf Ihren Tinnitus. So können Fehleinstellungen zu spürbaren Nebeneffekten wie z.B. Kopfschmerz oder auch einer vorübergehenden Verstärkung der Symptomatik führen. Daher ist Ihre aktive Mitwirkung bei der genauen Bestimmung Ihres eigenen Tinnitustones und beim Lautstärkenabgleich der einzelnen Therapietöne entscheidend wichtig. Dies kann im Einzelfall zunächst etwas ungewohnt und aufwendig erscheinen.
Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie genügend Zeit für die Einstellung des Neurostimulators einplanen, damit die Einstellung in Ruhe und ohne Hektik in der Praxis vorgenommen werden kann.
Um sicherzustellen, dass die Stimulation für Sie angenehm und passend ist, empfiehlt es sich, nach der Einstellung eine 30-minütige Teststimulation im Wartezimmer vorzunehmen. Achten Sie bei der Teststimulation darauf, dass alle Therapietöne gleich laut und gerade merklich wahrgenommen werden und kein Ton hervorsticht.
Auch im Behandlungsverlauf achten Sie bitte darauf, ob Sie die Therapie nach wie vor als passend und angenehm empfinden. Sollte dies nicht (mehr) der Fall sein, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die Therapietöne nicht (mehr) zu Ihrem sich ändernden Tinnitus passen. In diesem Fall ist eine Nachjustierung der Einstellungen des Neurostimulators bei Ihrem HNO-Facharzt erforderlich. |
 |
Mit welchen Nebeneffekten ist bei der Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation zu rechnen?
In der klinischen Studie sind keine schweren oder lang anhaltenden unerwünschten Ereignisse beobachtet worden, die durch die Behandlung mit dem Neurostimulator ausgelöst wurden. Lediglich bei einem Patienten ist vorübergehend ein leichter unerwünschter Nebeneffekt aufgetreten, der direkt auf die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation zurückzuführen war: Die Stimulation wurde als unangenehm empfunden. Durch die Nachjustierung der individuellen Stimulationstöne klang der Nebeneffekt ab. Drei weitere, leichte unerwünschte Ereignisse waren wahrscheinlich durch die Therapie bedingt. Die Patienten beschrieben ihren subjektiven Lautstärkeeindruck über einen Zeitraum von 5 bis 24 Tagen als transient erhöht.
Unverzichtbar für den therapeutischen Erfolg und entscheidend für die gute Verträglichkeit der Anwendung ist die exakte Einstellung des Neurostimulators auf Ihren Tinnitus. So können Fehleinstellungen zu spürbaren Nebeneffekten wie z.B. Kopfschmerz oder auch einer vorübergehenden Verstärkung der Symptomatik führen. Besprechen Sie auch diese Frage vor Beginn der Therapie ausführlich mit Ihrem Arzt. Achten Sie bitte unbedingt darauf, genügend Zeit für die Einstellung des Neurostimulators einzuplanen. Es empfiehlt sich, nach der Einstellung des Stimulators zunächst eine 30-minütige Teststimulation im Wartezimmer der Arztpraxis durchzuführen, um sicherzustellen, dass Sie die Stimulation als angenehm und passend empfinden. |
 |
Kann ich den Arzt nach Beginn der Therapie wechseln – zum Beispiel im Falle eines Umzugs?
Selbstverständlich können Sie einen Arztwechsel vornehmen – soweit die neue Praxis mit den entsprechenden T30 CR ®-Praxisgeräten ausgestattet ist und die Therapie mit der akustischen CR ®-Neuromodulation anbietet. Der Arztwechsel bedingt allerdings eine Übertragung Ihrer Daten von der „alten“ zur „neuen“ HNO-Facharztpraxis. Ihr Neurostimulator ist auf Sie und die einstellende Arztpraxis personalisiert, d.h. die neue Praxis hat zunächst keinen Zugriff auf Ihren Neurostimulator. Der Datentransfer kann z. Zt. nur von ANM vorgenommen werden und ist für Sie selbstverständlich kostenfrei. Bitte kontaktieren Sie uns in einem solchen Fall vorab unter ( info@anm-medical.com oder +49 (0)221-454 6333). |
 |
Kann ich den T30 CR®-Neurostimulator direkt bei ANM bestellen?
Nein. Der T30 CR®-Neurostimulator ist ein Medizinprodukt. Die exakte Einstellung des Stimulators und die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation sind nur in einer Facharztpraxis durchzuführen. Die Bestellung des Gerätes erfolgt daher immer in enger Absprache mit Ihrem HNO-Facharzt. Entsprechend muss das Bestellformular den Stempel Ihres HNO-Facharztes tragen. Das Gerät wird auch nur an diese Praxis ausgeliefert. |
 |
Worin unterscheidet sich die akustische CR®-Neuromodulation von anderen apparativ-akustischen Methoden (z.B. Rauschgeneratoren)?
Rauschgeneratoren sollen und können den Tinnitus „maskieren“. Durch „Gegengeräusche“, zumeist breitbandiges Rauschen, helfen sie, vom eigentlichen Tinnituston abzulenken. Neurobiologisch spielen hier Aspekte der sog. „lateralen Inhibition“ eine Rolle. Wahrscheinlich kommt es während der Anwendung von Rauschgeneratoren zur teilweisen Unterdrückung von Nervenzellaktivität in bestimmten Hirnarealen. Der Effekt ist allerdings nur kurzfristig und verschwindet, sobald das Gerät ausgeschaltet ist. Die Anwendung von Rauschgeneratoren kann für den Patienten sehr erleichternd sein und dabei helfen, sich langfristig an seinen Tinnitus zu gewöhnen – gerade auch in Kombination mit anderen Therapiemaßnahmen zur sog. Habituierung.
Die akustische CR ®-Neuromodulation zielt im Gegensatz dazu direkt auf die beim Tinnitus krankhaft überaktiven, synchronen Nervenzellverbände im auditorischen Kortex. Diese werden durch die CR ®-Stimulationsimpulse desynchronisiert. Die betroffenen Nervenzellen bleiben dabei aktiv und werden eben nicht unterdrückt oder überformt. Nur so ist das Gehirn aufgrund seiner natürlichen plastischen Eigenschaften langfristig in der Lage, das Tinnituston auslösende, hochsynchrone neuronale Netzwerke mit seinen krankhaft verstärkten Verbindungen wieder abzubauen und das Phantomgeräusch nachhaltig zu verlernen (siehe auch „ Synchrone Überaktivität im Hörzentrum“). Deshalb müssen die CR ®-Stimulationstöne auch ganz individuell und exakt auf die jeweils spezifische Tinnitusfrequenz eingestellt werden. Keine Stimulation gleicht der anderen – sie ist immer genau auf den einzelnen Patienten anzupassen. |